Polyfone Musik
„Seit meinem Kunststudium beschäftige ich mich mit der Frage der Visualisierung von Klang und Musik sowie der Forschung der gegenseitigen Relationen von Kunst und Musik. Ich konzentriere mich auf die Kreation von Bildern der Formen der akustischen Sinneserlebnisse. Während meine ersten Bilder sinnlich und gänzlich intuitiver Natur waren, sind sie inzwischen Ergebnis von offensichtlichen Analogien zwischen Klang und Bild basierend auf meiner persönlichen Erfahrung sowie den Ergebnissen der heutigen Wissenschaft der Multisensorik.
Die Arbeiten zur Musik sind in zwei Serien gegliedert. Das verbindende Element ist immer die geometrische Ordnung, und ihre minimalistische Art. Klang stellt die Impression von akustischen Wellen dar – bedingt durch die spezifischen numerischen Parameter (Intensität, Frequenz, Tonfarbe, Tondauer). Er ist mathematisch in seiner Essenz, seine Konfigurationen nehmen geometrische Formen an.
Meine erste Serie „Monofone Bilder“ bezieht sich auf den Klang einzelner Instrumente. Der Ausdruckshorizont ist enger und die Farben auf Grautöne reduziert. Die zweite Serie der „Polyfonen Bilder“ enthält mehrfarbige Strukturen für Orchester Kompositionen. Dort finden sich Phänomena der neuzeitlichen Musik: Minimalismus, aleatorische Musik, elektroakustische und konkrete Musik. Seit 2013 beschäftige ich mich mit Klanglandschaften und der Reflexion von akustischen Umgebungen. Klanglandschaften beziehen sich auf individuelle Klangerfahrungen des Hörers, es sind Konstrukte der persönlichen Rezeption von Klangsignalen, die das Individuum erreichen.“
Maciej Zdanowicz
Polyfone Landschaften ... mehr

